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T O A (Täter-Opfer-Ausgleich) und Wiedergutmachung


Kommunikation statt Strafe


looks.jpgKonfliktschlichterin Birgit Looks

Wenn junge Menschen Straftaten begehen, hat das unangenehme Folgen für Geschädigte:
Verletzungen, Sachschäden
Ängste, Feindseligkeiten

Im Rahmen eines Strafverfahrens kann dies nicht immer ausreichend berücksichtigt werden.
Ansprüche müssen häufig in zusätzliche Zivilverfahren durchgesetzt werden.
Im Täter-Opfer-Ausgleich, bei dem von Konfliktschlichter/innen ein Dialog zwischen
Beschuldigten und Geschädigten vermittelt wird, sehen wir eine faire Chance für beide Seiten.

Chancen


Das Opfer kann:
  • Dem Beschuldigten die Folgen der Tat verdeutlichen,
  • seine Vorstellungen und Wünsche zur Lösung des Konflikts einbringen,
  • seine Gefühle wie Wut, Ärger, Angst, Verletzung und Empörung aussprechen,
  • eine Aussöhnung erleben,
  • gegebenenfalls ohne Zivilklage Genugtuung und Schadenersatz erhalten.

  • Der Täter kann:
  • Die Hintergründe für sein Verhalten schildern und die Verantwortung dafür übernehmen,
  • zeigen, dass er die Gefühle des Opfers ernst nimmt und sich für sein Verhalten entschuldigen,
  • den entstandenen Schaden nach seinen Möglichkeiten wieder gut machen,
  • dadurch eine Einstellung des Verfahrens, eine Strafmilderung oder ein Absehen von Strafe
    erreichen
  • einen Zivilprozess vermeiden.

  • Voraussetzungen


  • Der Täter ist bereit, sich mit der Tat und den Opfern auseinander zu setzen und Verantwortung
    für den entstandenen Schaden zu übernehmen.
  • Täter und Opfer müssen dem Ausgleichsversuch zustimmen. Die Teilnahme ist freiwillig.
  • Bei minderjährigen Tätern oder Opfern stimmen die jeweiligen Personensorgeberechtigten
    der Teilnahme zu.

  • Ziele


  • Berücksichtigung der Interessen von Geschädigten.
  • Auseinandersetzung des / der Beschuldigten mit den Tatfolgen.
  • Lösung des Konfliktes durch die direkt Beteiligten.

  • Beispiele für einen Ausgleich
  • Geschädigte akzeptieren eine Entschuldigung des / der Beschuldigten.
  • Geschädigte erhalten ein Schmerzensgeld durch den Beschuldigten.
  • Es erfolgt eine direkte Wiedergutmachung ( z. B. Rückgabe des Stehlgutes, Bezahlung des
    entstandenen Schadens ).
  • Es erfolgt eine symbolische Wiedergutmachung ( z. B. Geschenk, gemeinsame Aktivität,
    gemeinnützige Arbeitsstunden ).

  • Ablauf:
    Ein Täter-Opfer-Ausgleich kann durch Staatsanwaltschaft, Jugendgericht, ggf. aufgrund einer Anregung durch die Jugendgerichtshilfe, Polizei oder durch die Betroffenen selbst angeregt werden.

    Der Konfliktschlichter steht als neutraler Vermittler zwischen den beteiligten Personen.

    Er vereinbart jeweils getrennte Gespräche mit Täter und Opfer.
    Dadurch kann der Konfliktschlichter von beiden Parteien alles über die Tat und den Tatfolgen erfahren.

    Danach entscheiden die Beteiligten selbst, ob sie einen Ausgleich versuchen wollen.

    Im Ausgleichsgespräch besprechen Täter und Opfer mit Unterstützung des Konfliktschlichters
    den entstandenen Konflikt und vereinbaren eine Wiedergutmachung.

    Über das Ergebnis des Täter-Opfer-Ausgleichs wird schriftlich ein Schlichtungsvertrag geschlossen.

    Der Konfliktschlichter überprüft die Einhaltung der getroffenen Vereinbarung.

    Staatsanwaltschaft, Gericht und ggf. andere Verfahrensbeteiligte werden über das Ergebnis der Ausgleichsbemühungen informiert.